
Nach Cala Tavallera zu gelangen, bedeutet zunächst, bereit zu sein zu Fuß zu gehen. Keine asphaltierte Straße, kein Parkplatz am Wasser, keine Strandbar, um einen Granizado zu bestellen. Diese Bucht im Naturpark Cap de Creus, in der Gemeinde El Port de la Selva, filtert ihre Besucher auf natürliche Weise durch den Aufwand, den sie erfordert.
Man steht vor einem Strandabschnitt, der aus Steinen, Kies und grobem Sand besteht, etwa 135 Meter lang, eingeklemmt zwischen Klippen, die der Wind über Jahrhunderte geformt hat. Es ist der Typ Ort, an dem man bedauert, seine Wasserflasche nicht vor dem Aufbruch gefüllt zu haben.
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Zusammensetzung des Bodens und tatsächliche Konfiguration der Cala Tavallera
Die meisten Artikel sprechen von „goldenem Sand“ oder „Kieselsteinen“. Die Realität ist nuancierter. Der Strand besteht hauptsächlich aus Steinen, Kies und grobem Sand. Diese Zusammensetzung verändert die Situation für jeden, der plant, dort einen halben Tag zu verbringen.
Der Badebereich ist relativ schmal. Man breitet sein Handtuch nicht einfach irgendwo aus, besonders im Juli und August, wenn eine Handvoll Wanderer und Kajakfahrer zur gleichen Zeit an denselben Ort strömen. Ein dicker Schlafsack oder eine dicke Matte macht den Unterschied zwischen einem komfortablen Nachmittag und einer Tortur auf den Steinen.
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Das Wasser ist klar, mit einer Sicht, die es ermöglicht, die Felsen vom Ufer aus zu erkennen. Für diejenigen, die schnorcheln möchten, bieten die im Wasser liegenden Felsformationen an den Seiten der Bucht die besten Beobachtungsplätze. Die Mitte hingegen ist eher flach und weniger interessant unter Wasser.
Wer die Cala Tavallera in Spanien entdecken möchte, sollte die Meereswetterbedingungen überprüfen, bevor er den Weg einschlägt, denn die Tramontana kann diese geschützte Bucht in wenigen Stunden in eine windige Falle verwandeln.

GR-11-Weg zur Cala Tavallera: Was das Wandern wirklich bedeutet
Der Fußweg führt über Abschnitte des GR-11, die in den letzten Jahren immer besser markiert wurden. Der Ausgangspunkt ist El Port de la Selva, ein Fischerdorf im Norden der Costa Brava, in der Region Alt Empordà.
Der Weg ist nicht technisch, aber er ist fast die gesamte Strecke über der Sonne ausgesetzt. Keine Schatten, kein Wasserpunkt, kein Abkürzung. Man geht über einen steinigen Untergrund mit leichten Höhenunterschieden, alles in einer Landschaft mit spärlicher mediterraner Vegetation.
Einige konkrete Hinweise zur Vorbereitung des Ausflugs:
- Früh am Morgen (vor 9 Uhr im Sommer) aufbrechen, um die Hitze auf dem Rückweg zu vermeiden, wenn die Sonne senkrecht steht
- Mindestens zwei Liter Wasser pro Person mitnehmen, mehr, wenn man plant, mehrere Stunden am Strand zu bleiben
- Wanderschuhe mit rutschfester Sohle tragen, keine Flip-Flops oder offenen Sandalen
- Genügend Sonnencreme einpacken, da die Reflexion auf den hellen Steinen die Exposition verstärkt
Die andere Option ist das Boot. Von El Port de la Selva aus bieten einige Vermieter führerscheinfreie Boote an, um die Bucht vom Meer aus zu erreichen. Die Rückkehr variiert je nach Saison und Verfügbarkeit, aber es ist eine Alternative, die es ermöglicht, die Beine für das Schnorcheln zu schonen.
Naturpark Cap de Creus: Einschränkungen und erwartetes Verhalten
Cala Tavallera liegt im Naturpark Cap de Creus, was bestimmte Regeln mit sich bringt. Man campt nicht, macht kein Feuer und lässt nichts zurück. Es gibt keinen Mülleimer vor Ort.
Dieser Schutzstatus erklärt das völlige Fehlen von Infrastrukturen. Keine Dusche, keine Toiletten, keine Erste-Hilfe-Station. Wenn man dorthin geht, ist man von Anfang bis Ende autark. Auch deshalb behält die Bucht ihren wilden Charakter, im Gegensatz zu den angelegten Stränden weiter südlich an der Costa Brava, in Richtung Begur oder Calella de Palafrugell.

Alle Abfälle wieder mitnehmen ist keine Empfehlung, sondern eine Pflicht im Park. Plastiktüten, Zigarettenstummel und Essensreste, die von gewissenlosen Besuchern hinterlassen werden, stellen ein wiederkehrendes Problem an den abgelegenen Buchten Kataloniens dar. An einem 135 Meter langen Strand ist der kleinste Abfall sichtbar.
Schnorcheln und Unterwasserleben in der Bucht
Das Unterwasserökosystem profitiert direkt von diesem Schutz. Die im Wasser liegenden Felsen beherbergen eine typische Fauna des nordwestlichen Mittelmeers. Man trifft leicht auf Schwärme kleiner Fische in den flachen Bereichen, und die felsigen Seiten der Bucht konzentrieren die biologische Aktivität.
Eine Maske, ein Schnorchel und Wasserschuhe genügen. Zwischen Juni und September ist kein Anzug nötig, die Wassertemperatur ist angenehm. Die besten Plätze befinden sich an den seitlichen Felswänden, wo Algen und Ritzen Mikrohabitate schaffen.
El Port de la Selva: Das Ausgangsdorf, das man kennen sollte
Man kann nicht von Cala Tavallera sprechen, ohne El Port de la Selva zu erwähnen. Dieser Fischereihafen ist der logische Ausgangspunkt für die Wanderung. Das Dorf verfügt über einige Restaurants, einen kleinen Supermarkt für die Vorräte und eine Handvoll Unterkünfte.
Die Einkäufe am Vortag in El Port de la Selva zu erledigen, vermeidet unangenehme Überraschungen. Einmal auf dem Weg, trifft man auf keinen Handel. Das Dorf bewahrt eine ruhige Atmosphäre, weit entfernt vom touristischen Trubel der bekannteren Badeorte an der Costa Brava.
Für diejenigen, die die Region über mehrere Tage erkunden, ermöglichen die benachbarten Buchten, die über dasselbe Wanderwegenetz erreichbar sind, eine abwechslungsreiche Erfahrung, ohne das Auto wieder benutzen zu müssen. Der Cap de Creus konzentriert in einem begrenzten Gebiet einige der am besten erhaltenen Strände Kataloniens, vorausgesetzt, man hat die Waden, um dorthin zu gelangen.